Lexikon

A
Akupunktur (Lat. acus = Nadel, punctio = das Stechen), auf Hochchinesisch zhēn jiǔ (針灸) ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin(TCM). Das chinesische Wort zhēn jiǔ (針灸) besteht aus zwei Wortteilen, was übersetzt „Brennen und Stechen“ bedeutet und steht für das Erwärmen der Punkte (Moxibustion) und das Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte.

Einsatzgebiete: Die Weltgesundheitsorganisation gibt auf ihrer Indikationsliste für Akupunktur unter anderem folgende Bereiche an:

  • Erkrankungen des Atmungssystems(etwa akute Nasennebenhöhlenentzündung)
  • gastrointestinale Störungen (etwa chronische Magengeschwüre)
  • Schlafstörungen
  • Bronchialasthma
  • neurologische Störungen (etwa nach Schlaganfällen)
  • Augenerkrankungen (etwa zentrale Retinitis)
  • muskuloskeletale Erkrankungen (etwa Cervicobrachialsyndrom)
  • Erkrankungen im Mundbereich (etwa Schmerzen nach Extraktionen, Gingivitis).

Als anerkannte Indikation für eine Akupunkturbehandlung gelten auch chronische Schmerzen, wenn kein körperlicher Befund vorliegt und geburtsvorbereitende Akupunktur. Akupunktur ist eine möglicherweise wirksame nicht-chirurgische Therapie gegen Rückenschmerzen.
Artikel Akupunktur. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Oktober 2008, 11:17 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Akupunktur&oldid=52220704 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:50 UTC)

C
Chirotherapie oder Manuelle Medizin (von griech. χειρ~ = Hand~) ist eine medizinische Schule, die sich mit der Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken befasst, die in Form und Zusammensetzung intakt sind, deren Funktion jedoch gestört ist. Grundsätzlich hat man in der Manuellen Medizin die Möglichkeit, eingeschränkt bewegliche(hypomobile) Gelenke mobilisierend oder manipulativ zu behandeln. Bei der „mobilisierenden“ Behandlung wird die Beweglichkeit durch sanft und häufig wiederholte Dehnungsbewegungen wiederhergestellt. Die „manipulierende“ Behandlung beruht auf der Erkenntnis, dass eine sehr schnell durchgeführte und kurze Bewegung mit viel weniger Kraft oft zu einer sofort einsetzenden und oft vollständigeren Wiederherstellung der Beweglichkeit führen.
Artikel Chirotherapie. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. Juni 2008, 11:48 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Chirotherapie&oldid=47199441 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:42 UTC)

D
Ein Disease-Management-Programm (abgekürzt DMP) ist ein systematisches Behandlungsprogramm für chronisch kranke Menschen, das sich auf die Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin stützt. Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung(GKV) werden diese Programme auch als strukturierte Behandlungsprogramme oder Chronikerprogramme bezeichnet. Das Konzept des Disease Managements als zentral organisierte Steuerung von chronisch kranken Patienten stammt ursprünglich aus den USA.
Mit Hilfe von Disease-Management-Programmen sollen

  • Patienten, die unter chronischen Krankheiten leiden durch eine gut abgestimmte, kontinuierliche Betreuung und Behandlung vor Folgeerkrankungen bewahrt werden
  • Haus- und Fachärzte sowie Krankenhäuser, Apotheken, Reha-Einrichtungen koordiniert zusammenarbeiten
  • die Therapieschritte nach wissenschaftlich gesichertem medizinischen Wissensstand aufeinander abgestimmt sein. (siehe Evidenzbasierte Medizin)

Artikel Disease-Management-Programm. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Oktober 2008, 18:54 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Disease-Management-Programm&oldid=51626272 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:42 UTC)

E
Das Elektrokardiogramm (EKG) ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. Elektrokardiogramm heißt auf Deutsch Herzspannungskurve, gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt.

Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht und über das herzeigene Erregungsleitungssystem zu den Herzmuskelzellen läuft. Diese elektrischen Potenzialänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche ableiten und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt. Meist wird das EKG vom Arzt noch von Hand ausgemessen und visuell beurteilt, mittlerweile gibt es aber auch zunehmend verlässlichere Computerauswertungen.

Ergometrie wird üblicherweise entsprechend WHO-Schema der Patient definiert belastet. Dies wird verwendet, um das maximale Belastungsniveau sowie den Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz unter Belastung zu bestimmen. Im Weiteren können belastungsinduzierte Herzrhythmusstörungen sowie Erregungsrückbildungsstörungen provoziert und dokumentiert werden.
Artikel Elektrokardiogramm. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Oktober 2008, 11:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Elektrokardiogramm&oldid=52259880 (Abgerufen: 27. Oktober 2008, 19:29 UTC)


Evidenzbasierte Medizin (EbM, von englisch evidence-based medicine „auf Beweismaterial gestützte Heilkunde“) ist jede Form von medizinischer Behandlung, bei der patientenorientierte Entscheidungen ausdrücklich auf der Grundlage von nachgewiesener Wirksamkeit getroffen werden. Der Wirksamkeitsnachweis erfolgt dabei durch statistische Verfahren. Die evidenzbasierte Medizin steht damit im Gegensatz zu Behandlungsformen, bei denen kein solcher Wirksamkeitsnachweis vorliegt.
Artikel Evidenzbasierte Medizin. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. August 2008, 19:12 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Evidenzbasierte_Medizin&oldid=49398277 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:38 UTC)

N
Der Begriff Naturheilkunde bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung (Spontanheilung) aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen. Dazu gehören (nach einer Definition von Brauchle 1952) die Sonne, das Licht, die Luft, die Bewegung, die Ruhe, die Nahrung, das Wasser, die Kälte, die Erde, die Atmung, die Gedanken, die Gefühle und Willensvorgänge. In einem weiter gefassten Verständnis werden auch „natürliche“ Arzneimittel, vor allem Heilpflanzen und deren Zubereitungen einbezogen.
Artikel Naturheilkunde. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. August 2008, 22:21 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Naturheilkunde&oldid=49634952 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:42 UTC)

P
Die Pulsoxymetrie oder Pulsoximetrie ist ein Verfahren zur nicht invasiven Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung über die Messung der Lichtabsorption bzw. der Lichtremission bei Durchleuchtung der Haut (perkutan). Die Messung erfolgt mit einem Sättigungsaufnehmer (Clip oder Klebesensor) an einem leicht zugänglichen Körperteil, vorzugsweise an einem Finger, Zeh, am Ohrläppchen oder bei frühgeborenen Säuglingen auch am Fußballen oder Handgelenk. Die so ermittelte Sauerstoffsättigung wird als SpO2 (partielle Sauerstoffsättigung) bezeichnet. Um den Messwert dieser nichtinvasiven, indirekten Bestimmung der Sauerstoffsättigung eindeutig von der an einer entnommenem Blutprobe mittels Blutgasanalyse ermittelten arteriellen Sauerstoffsättigung zu unterscheiden, deutet das p in dieser Bezeichnung auf das pulsoxymetrische Messverfahren hin.
Artikel Pulsoxymetrie. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. Juni 2008, 18:19 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pulsoxymetrie&oldid=46805534 (Abgerufen: 27. Oktober 2008, 19:36 UTC)

S
Sonographie, auch Echografie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt, ist die Anwendung von Ultraschall als bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin und Veterinärmedizin sowie von technischen Strukturen.
Ein wesentlicher Vorteil der Sonografie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensible Gewebe wie bei Ungeborenen werden nicht beschädigt, die Untersuchung verläuft weitgehend schmerzfrei.
Doppler-Verfahren
Die Aussagekraft der Sonografie kann erheblich durch die Anwendung des Dopplereffekts erhöht werden. Man unterscheidet eindimensionale Verfahren (pulsed-wave doppler, continuous-wave doppler auch als D-mode bezeichnet) von zweidimensionalen, farbkodierten Anwendungen (Farbdoppler – F-mode). Die Kombination B-Bild mit Doppler-Bild nennt man auch Duplex-Bild.
Artikel Sonografie. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Oktober 2008, 14:37 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sonografie&oldid=52119582 (Abgerufen: 27. Oktober 2008, 19:17 UTC)


Die Sportmedizin ist das Teilgebiet der Medizin, das sich sowohl mit Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Sportverletzungen und Sportschäden befasst, als auch den Einfluss von Bewegung und Bewegungsmangel auf den gesunden, aber auch den kranken Menschen untersucht.
Artikel Sportmedizin. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. Oktober 2008, 16:31 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sportmedizin&oldid=51937646 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:42 UTC)

T
Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS, englisch transcutaneous electrical nerve stimulation) ist eine elektromedizinische Reizstromtherapie mit schwachem Wechselstrom niedriger Frequenz, die vor allem zur Behandlung von Schmerzen (Analgesie) und zur Muskelstimulation eingesetzt wird. Die TENS wurde in den 1970-er Jahren entwickelt.

Über Elektroden werden die elektrischen Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Gewöhnlich werden Frequenzen zwischen 1 und 100 Hz verwendet. Die Elektroden werden dabei in der Nähe der schmerzenden Stellen platziert. Der Reiz selbst ist nicht schmerzhaft. Allenfalls ist ein Kribbeln auf der Haut zu spüren.
Artikel Transkutane elektrische Nervenstimulation. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Juli 2008, 14:10 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Transkutane_elektrische_Nervenstimulation&oldid=48453725 (Abgerufen: 26. Oktober 2008, 13:42 UTC)

 

Erklärung

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